Integrative Medizin (Wirkung)Die Kombination wurde in der Grundlagenforschung erfolgreich mittels Moxibustion bei Entzündungen der Darmschleimhaut eingesetzt. Insbesondere die Spülungen mit Trinitrobenzolsulfonsäure zur Erstellung eines Modells des Morbus Crohn findet Anwendung.(1) + (2) + (3) + (4) Die Kombination hemmt Apoptose und Tumornekrosefaktor alpha sowie den Tumornekrosefaktorrezeptor 1 im Colonepithel bei Ratten mit Morbus Crohn. Neben der Apoptoserate kann die Kombination auch die Tight Junctions reparieren, die epitheliale Barrierefunktion und die Meßparameter Okkludin, Claudin 1 und ZO-1 (Zonula occludens 1) verbessern.[1364911208-de][1365004585-de][1322063520-de] Die Kombination stellt die Darmepithel- Barriere bei Ratten mit Morbus Crohn wieder her, indem Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha), Tumornekrosefaktor-Rezeptor-1 (TNFR1) und Tumornekrosefaktor-Rezeptor-2 (TNFR2) herunterreguliert.[1322144293-de] (5) Bei Ratten mit Colitis ulzerosa (Modell mittels, aus dem Darm von Patienten mit Colitis ulzerosa gewonnener freier Flüssigkeit und deren Einbringung in den Rattendarm erstellt) veränderte sich die Darmflora und das Dickdarmgewebe exprimierte vermehrt Interleukin 12 (IL12) und Tumornekrosefaktor alpha (TNF). Moxibustion an der Kombination verbesserte alle Parameter signifikant. Das Modell war durch, aus dem Darm von Patienten mit Colitis ulzerosa gewonnener freier Flüssigkeit und deren Einbringung in den Rattendarm erstellt worden.[1504169076-de] (6) Bei Ratten mit ulzeröser Colitis stiegen im Dickdarmgewebe die Verhältnisse von CD4+/IFN+ und IL4+/CD4+ Zellen und die Expressionen von Interferon gamma (IFN) und Interleukin 12 und es fielen die von Interleukin 4 und Interleukin 10. Durch Akupunktur und Moxibustion konnten alle diese Veränderungen signifikant reduziert werden. Die Autoren schlossen daraus auf eine Verbesserung der Immunfunktion infolge eines Ausgleichs des Gleichgewichtes zwischen Th1- und Th2- Helferzellen im Dickdarmgewebe.[1534783151-de] (7) Bei Ratten wurde ein chronisch entzündlicher viszeraler Schmerz ausgelöst. Dabei sanken thermische und mechanische Schmerzschwelle und es steigerte sich die Aktivität des Bauchdeckenreflexes (engl.: Abdominal withdrawal reflex) und es fanden sich im Rückenmark vermehrt MEK1 (mitogenaktivierte, extrazelluläre, signalregulierte Proteinkinase), ERK (extrazellulare signalregulierte Kinase), CREB (auf cAMP ansprechende Elemente bindendes Protein), MEK1 und pERK1/2 und pCREB (jeweils Signifikanz). (Hinweis: Diese Befunde weisen auf eine Aktivierung des MEK/ERK/CREB Signalweges hin.) Moxibustion steigerte beide Schmerzschwellen und reduzierte alle genannten Parameter im Rückenmark. Die Moxibustion hatte damit eine ähnliche Wirkung wie die intrathekale Injektion des MEK- Inhibitors U0126.[1568541443-de] Spülungen mit Trinitrobenzolsulfonsäure (Modell Morbus Crohn): (8) Bei Ratten wurde mittels rektaler Spülung mit Trinitrobenzolsulfonsäure über 4 Wochen ein Morbus Crohn simuliert. 2 Wochen später wurde dann eine Zellkultur aus den Epithelzellen des Dickdarms der Tiere angelegt und der Signalweg Tumornekrosefaktor alpha (TNF) / TNF Rezeptor 1 (TNFR1)- assoziierte Todesdomäne (TRADD) / Fas- assoziierte Todesdomäne (FADD) daran untersucht. In Kulturen von modellierten, unbehandelten Tieren verglichen mit normalen fanden sich Permeabilität, Apoptoserate, TNFR1, TRADD und RIP1 (engl.: receptor- interacting protein 1) höher, sowie das Zink Fingerprotein A20 (A20; es hemmt TRADD und RIP1) niedriger (jeweils Signifikanz). Waren die Tiere in den 2 Wochen mittels Moxibustion behandelt worden, so zeigten sich im Verglich zu unbehandelten Tieren jeweils signifikant gegenteilige Veränderungen.[1595063730-de] (9) Infolge rektaler Spülungen mit Trinitrobenzolsulfonsäure steigen bei Ratten in Colon, dorsalem Hinterhorn und Hypothalamus Dopaminspiegel und Expression von Dopaminrezeptor 1 (jeweils Signifikanz). Moxibustion reduzierte an allen genannten die genannten Expressionen jeweils signifikant.[1616772856-de] (10) Nach Applikation von Trinitrobenzolsulfonsäure trat bei Ratten eine Colitis auf. Dabei traten ein kürzeres Colon, deutliche Gewebeschäden, Zunahmen von Adenosintriphosphat, Purinrezeptor P2X7R, Pannexin 1, nukleärem Faktor kappa B p65, NLRP3 (engl.: NOD- like Rezeptorprotein 3), ASC (engl.: Asc type amino acid transporter), Caspase 1 und Interleukin 1 beta auf (jeweils Signifikanz). Moxibustion (nicht Scheinmoxibustion) verminderte alle Veränderungen jeweils signifikant.[1660233082-de] (11) Mittels Trinitrobenzolsulfonsäure wurden bei Ratten Symptome des Morbus Crohn modelliert. Dabei traten im Colon deutliche Gewebeschäden auf, es stiegen dort LC3B (engl.: microtubule-associated protein 1 light chain 3 beta), Beclin1 (engl.: microtubule-associated protein 1 light chain 3 beta), Interleukin 18 und NF (engl.: nuclear factor kappa B p65) und es sanken p62 und pmTOR (engl.: phosphorylated mammalian target of rapamycin)(jeweils Signifikanz). Moxibustion beeinflußte alle Parameter jeweils gegenteilig signifikant.[1682411703-de] Quellen: www.AkuData.de: [Quelleneinbindung in eckigen Klammern entspricht AkuData-Index] |
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