Wissenschaftler haben bei Ratten künstliche Verletzungen des Rückenmarks verursacht, um die Wirkung der Akupunktur an der Kombination DU4+DU14 zu untersuchen. Dabei wurden interessante Veränderungen im Rückenmark nachgewiesen:
Die wichtigsten ErkenntnisseVeränderte ProteineDie Akupunktur hat dazu geführt, daß sich die Konzentration von etwa 10 verschiedenen Proteinen im Gewebe verändert hat. Diese Proteine sind wichtig für die Zellfunktion, Energieversorgung und Reparatur. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß die Akupunktur ein Netzwerk von Vorgängen aktiviert, das die Verletzung heilen kann, weil Zellenergie und Selbstreparaturvorgänge optimiert werden.NMDARs reduziert(NMDAR ist die Abkürzung von N-Methyl-D-Asparaginsäure Rezeptor, der Untereinheiten wie beispielsweise NR1 und NR2 aufweist) Die Akupunktur senkte zudem die Konzentration zweier Proteine (NR1 und NR2), die eine Rolle bei der Signalübertragung von Nervenzellen spielen. Das hat offenbar positiven Effekt, da es eine Überaktivierung der Zellen nach der Verletzung verringern kann.Bessere Bewegungsfunktion, verringerte ZellsterblichkeitBei den Ratten verbesserte die Akupunktur die Bewegungsfunktion, reduzierte die Zellsterblichkeit im verletzten Bereich und erhöhte gleichzeitig die Konzentration eines Enzyms namens JNK, welches an der Regeneration von Zellen beteiligt ist. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, daß die Zellen offenbar stärker werden.Regeneration gefördertDie Akupunktur führte nach der Rückenmarksverletzung zur Erhöhung bestimmter Proteine (wie Wnt1, Nestin, beta-Catenin und NeuN), die am Wachstum von Nervenzellen beteiligt sind und auch zur Reparatur der beschädigten Gewebe beitragen.Was bedeutet das?Diese Forschungsergebnisse deuten darauf hin, daß die Kombination der Akupunkturpunkte DU4 und DU14 einen positiven Einfluß auf die Heilung von Rückenmarksverletzungen haben kann. Die Akupunktur scheint eine Reihe von zellulären Prozessen anzuregen, die zu einer verbesserten Nervenregeneration und zur Reduzierung der Folgeschäden nach einer Rückenmarksverletzung führen könnten. Dies legt den Grundstein für die Frage, ob sich Akupunktur in der Zukunft zu einer wichtigen Behandlungsform bei derartigen Verletzungen entwickelt.Integrative Medizin (Wirkung)Untersucht wurde die Kombination bislang auf ihre Wirksamkeit bei Verletzung der Rückenmarks. Dabei fand sich, daß sie die Auswirkung solcher Verletzungen auch klinisch abmildert.(1) Wurde bei Ratten eine akute Läsion des Rückenmarkes gesetzt (modifizierte Methode nach Allen) so wurde durch die Kombination von DU4 und DU14 eine unterschiedliche Expression 10 verschiedener Proteine im Rückenmarksgewebe zu unterschiedlichen Zeitpunkten (6, 24 und 48 Stunden) nachgewiesen. Die nachgewiesenen veränderten Proteine sind beteiligt am Zellenergiemetabolismus, der DNS- Reparatur, der Zellregeneration, an der Zelldifferenzierung und der Apoptose. Die Zusammenschau der Veränderungen weist daraufhin, daß diese Veränderungen Teil des Mechanismus sein können, der an einer beschleunigten Heilung der Verletzung beteiligt ist.[1325695601-de] (2) 2 Tage nach einer Verletzung des Rückenmarks stiegen dort die Expressionen von NR1 und NR2 (Untereinheiten der NMDARs) an. Akupunktur senkte sie.[1535642421-de] (3) Bei Ratten erfolgten standardisierte Verletzungen das Rückenmarks. Dadurch wurden die Bewegungsfunktion reduziert, die Apoptoserate im Verletzungsbereich erhöht und die Expression von JNK (C- Jun- N- terminale Kinasen) gesteigert. Akupunktur über drei und sieben Tage steigerte Bewegungsfunktionen, sowie Expression von JNK und senkte die Apoptoserate.[1559657900-de] (4) Nach Verletzung des Rückenmarks steigerte die Kombination die Expressionen von Wnt1, Nestin, beta Catenin und NeuN.[1582112116-de] Quellen: www.AkuData.de: [Quelleneinbindung in eckigen Klammern entspricht AkuData-Index] |
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